Zwei glückliche Eunuchen (German)
By: larsnullo

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[GAY] [WARNING] [NULLIFICATION] [Tooth extraction, amputations]

Two young men fall in love with each other and start a somewhat special happy new life... GERMAN


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Als ich Xaver kennenlernte, war ich 25 und bis dahin immer allein gewesen. Ich traf ihn bei einem meiner sehr seltenen Besuche einer schwulen Party und war sofort heftig verliebt, wie es mir eigentlich bis dahin noch nie passiert war.

Ein kleiner, sehr schlanker und schmächtiger, etwa zwanzigjähriger Junge mit hellblauen Augen. Seine weichen hellblonden Locken lagen halblang und wirr um den Kopf und bildeten einen reizvollen Kontrast mit der auffallend hohen Stirn. Ich ging zu ihm an die Theke und grüßte, worauf er mich strahlend anlachte und fragte, ob ich tanzen wolle. Als er nach seinem Glas griff, sah ich, dass der kleine Finger an seiner rechten Hand bis auf einen kurzen Stummel fehlte. Es irritierte mich etwas, aber ich schüttelte den Gedanken ab und folgte ihm eilig auf die Tanzfläche.

Mit dem gleichen süßen Lachen, mit dem er mich begrüßt hatte, tanzte er nun mit mir. Ich war etwas größer als er, aber nicht viel. Peinlich wurde es mir, als er mit seiner Hand mein rundes, weiches Bäuchlein befühlte und dazu noch alberner lachte. Ich blieb betreten stehen. Xaver versuchte die Situation zu retten, indem er sein Shirt hochzog und mir seinen harten, flachen Bauch zeigte.

„Bei mir sieht das anders aus, siehst du?“, fragte er neckisch.

Ich wurde etwas ärgerlich und strich seine Locken zurück, so dass man seine hohe Stirn und sogar deutliche Geheimratsecken sehen konnte. „Dafür sieht das hier bei mir anders aus.“

„Stimmt wohl,“ antwortete er fröhlich. „Ich werd mit vierzig bestimmt ne Glatze haben, du sicher nicht.“

Nach einer kleinen Pause fragte er: „Das würde dir wohl Spaß machen, wenn ich eine Glatze bekäme? Dann hättest du was zu lachen.“

„Ja“, sagte ich, ich war immer noch etwas böse auf ihn. Nachdem wir noch eine Weile getanzt hatten, musste er sich zu meiner Enttäuschung nach Hause verabschieden. Er wohne noch bei seiner Mutter, erklärte er mir.

Traurig ging ich nach Hause, musste ich doch glauben, ihn nicht wieder zu sehen. Ich hatte ihm erzählt, wo ich wohne, aber er hatte mir nicht mal geantwortet. Ich hatte keine Telefonnummer und nichts, keine Möglichkeit, ihn wiederzufinden.

Ich wusste nicht, warum, aber dieser Mann ging mir nicht mehr aus dem Kopf. Obwohl wir uns nur so kurz getroffen hatten, war ich sicher, er würde zu mir passen, wir würden zusammen unseren ganz eigenen Weg durchs Leben finden, wenn er nur wiederkäme. Aber als ich am übernächsten Tag lustlos und müde wie immer von der Uni kam, saß er plötzlich vor meiner Wohnung auf der Treppe, strahlend wie immer.

Nur seine Locken waren verschwunden, er hatte seinen Kopf sorgfältig nass rasiert. Die glatte, helle Haut glänzte im Neonlicht des Treppenhauses, und sein auffallend runder Kopf sah nun viel zu groß im Vergleich zu dem schmächtigen Körper aus.

„Hallo Xaver“, stammelte ich. „Magst du mit reinkommen?“

Ich sperrte die Tür auf, und bald hatte er es sich auf meinem Sofa bequem gemacht. Ich wusste vor Aufregung und Überraschung nicht, was ich reden sollte.

„Was ist denn mit deinen Haaren passiert?“

„Ich habe mir eben gedacht, warum so lange warten, bis mein Kumpel was zu lachen bekommt. Zeige ich ihm doch gleich eine schöne Glatze.“

Mir blieb der Mund offenstehen.

„Ja, die Locken waren schön, aber eine Glatze ist doch auch gut genug für mich. So wie deine pummelige Figur für dich, richtig?“

Mir blieb die Spucke weg. Ich fand es komisch, was er da redete, aber gleichzeitig fühlte mich von diesem Jungen so verstanden.

„Ne tolle Wohnung hast du hier!“, sagte er.

„Findest du? Die kleine Einzimmerbude?“

„Gut genug für dich. Oder auch für uns beide. Man muss bescheiden sein.“ Er grinste.

„Du wohnst noch bei deiner Mutter, oder?“, fragte ich.

„Ja, und es nervt ziemlich. Ich hätte gern meine eigene kleine Bleibe.“

Danach entstand ein unangenehmes Schweigen. Ich hätte ihn gerne gefragt, ob neun Finger auch genug für ihn waren, aber wagte es natürlich nicht.

„Willst du auch ne Glatze?“, fragte Xaver plötzlich. Ohne zu zögern nickte ich.

Während Xaver mich im Badezimmer langsam und sorgfältig schor, fragte ich mich weiter, wie das mit seinem Finger wohl passiert war. Ob er es wollte? Ob er sich gesagt hatte, er könne auch mit weniger als zehn Fingern gut auskommen? Und wenn ja, wie hatte er es angestellt? Mein Schwanz begann steif zu werden. Plötzlich fiel mir wieder die Frage ein, die ich mir so oft gestellt hatte, über die ich aber noch nie mit jemandem gesprochen hatte: Ich hatte mich oft gefragt, warum ich eigentlich Hoden hatte. Wo ich doch nur auf Männer stand und sicher nie Vater werden würde.

Xaver blieb über Nacht. Als wir abends zusammengekuschelt in meinem Bett lagen, befühlte er mit beiden Händen unsere frischen Glatzen und alberte herum.

„Was hältst du davon, wenn wir beide einen Obststand aufmachen? Die Schädel sehen wie zwei appetitliche Melonen aus, das ist ne tolle Werbung. Und davon könnten wir die Miete für dein Zimmer hier bezahlen.“

„Naja, soll ich dafür mein Studium aufgeben?“

„Ein Obststand wäre auch gut genug für uns. Ich würd noch lieber putzen gehen oder Klomann werden.“

Ich sah ihn verblüfft an.

„Harte Arbeit schadet uns doch nicht, oder?“

Damit schlief er ein, und ich lag noch lange wach und grübelte nach. Eigentlich bräuchte man mich kaum noch zu überreden, mein Studium zu schmeißen, und die Aussicht, mit Xaver seine Vorstellung von einem bescheidenen Leben umzusetzen, erfüllte mich plötzlich mit großer Sehnsucht.

Aus der einen Nacht wurden mehrere, schnell wohnte Xaver bei mir und hatte auch schon einen Job gefunden, wo er wenigstens ein paar Stunden am Tag Klomann sein konnte. Seinen Kopf hielt er jetzt penibel kahl, ich ebenso. Eines Morgens beim Frühstück hielt er seine Hand mit dem fehlenden Finger hoch und lächelte mich an.

„Du hast dich sicher schon oft gefragt, wie es dazu gekommen ist.“

„Oh ja.“, platzte ich nun heraus. „Ob dus vielleicht so haben wolltest, weil es weniger als zehn Finger auch tun?“

„Genau so wars.“, erzählte er strahlend. „Ich habe ihn von einem Arzt abschneiden lassen, der so was gerne macht. Er hat auch einen Bericht über einen Unfall gefälscht, den es nie gegeben hat, für meine Mutter. Ich ging zu ihm in die Praxis, bekam meine Narkose, und als ich aufwachte, lag der Finger im Müll und er rief meine Mutter an, um ihr von einem Unfall zu erzählen.“ Er lachte über den gelungenen Streich.

„Den rechten kleinen Finger haben wir uns ausgesucht, weil ich ihn als einzigen nicht zum Gitarrespielen brauche. Jetzt wohne ich ja nicht mehr bei Mama, jetzt bräuchte ich für solche Aktionen keine Geschichte mehr.“

Mein Herz schlug bis zum Hals. Ich wagte immer noch nicht, ihm von meiner Idee mit den Hoden zu erzählen, aber urplötzlich hatte ich einen anderen Einfall.

„Xaver, wenn wir uns mal mit unseren leckeren Melonen an den Obststand stellen wollen...“, dabei strich ich über meine Glatze.

„Ja?“

„Dann sollten unsere Melonen am besten auch entkernt sein.“

Xaver verstand nicht. Ich bleckte meine Zähne und zeigte darauf, um meine Idee zu verdeutlichen. Er war erstaunt.

„Meinst du wirklich?“

„Ja. Dann können wir eben nur noch bestimmte Sachen essen. Aber es reicht doch immer noch für uns.“

Nach kurzer Überlegung hatte Xaver schon mein Telefon genommen, um seinen Freund anzurufen der ihm damals den Arzt vermittelt hatte. Diesmal fragte er nach einem Zahnarzt. Gleichzeitig fasste ich den Entschluss, mein Studium endlich hinzuwerfen und mir auch wie Xaver einen Putzjob zu suchen.

Wenige Tage später saß Xaver schon in einem Zahnarztstuhl, während ich seine Hand hielt. Der Arzt setzte in seinem betäubten Mund die Zange an und begann mit geduldigem Ruckeln einen gesunden jungen Zahn nach dem anderen herauszuziehen. Xaver lächelte mich mit seinem bald blutüberströmten Mund an. Nach einigen Stunden lagen alle seine Zähne auf dem Tablett, und ich kam an die Reihe.

Einige Monate später, als ich mich an Brei und Suppe und einen unterbezahlten Putzmannjob gewöhnt hatte, fasste ich mir endlich ein Herz und erzählte ihm eines Abends von meinem geheimen Wunsch.

„Vielleicht sollten wir noch etwas an uns ändern, meinst du nicht?“

„So, was denn?“

„Na ja. Ich habe zwei Hoden in meiner Hose, und du ebenfalls, richtig?“

„Ja.“ Er dachte nach. „Du meinst, es reicht auch jeweils einer?“

Ich musste allen Mut zusammennehmen, um es auszusprechen.

„Ich meine, wir brauchen gar keine. Wir wollen doch ohnehin niemals Kinder haben.“

Xaver lachte. „Nein, wir zwei und Väter werden, das wäre was. Ich habe noch nicht darüber nachgedacht, aber du wirst wohl recht haben.“

Nach einigen Wochen sprach Xaver mich wieder darauf an. Er hatte die Bedenkzeit gebraucht. Nun wollte er Kontakt zu einem Arzt suchen, der uns kastrieren würde. Wie beim letzten Mal war der passende Mann schnell gefunden. Allerdings schien er uns ein bisschen wunderlich zu sein.

„Hier, eure Bestellzettel“, sagte der etwa fünfzigjährige, dickliche und glatzköpfige Arzt, als wir in seine Praxis kamen. Damit drückte er uns zwei kleine Zettel mit Kugelschreibern in die Hand. Wir sahen ihn fragend an.

„Da schreibt ihr auf, was ihr genau haben wollt, damit ich Bescheid weiß. Dann werdet ihr beide von meinem Kollegen narkotisiert.“

Xaver zuckte mit den Achseln und schrieb BEIDE EIER ABSCHNEIDEN auf seinen Zettel. Ich war nun doch sehr nervös und voller Zweifel, tat es ihm aber schließlich nach. Auf einmal nahm Xaver mir, albern wie üblich, den Zettel weg und schrieb, von mir abgewendet, etwas dazu.

Als er mir den Zettel zurückgab, stand zusätzlich PIMMEL ABSCHNEIDEN; KEINEN STUMMEL ÜBRIGLASSEN darauf. Mir blieb die Spucke weg.

„Pissen kann man auch im Sitzen, und Frauen mögen wir beide nicht“, sagte Xaver grinsend. „Warum brauchen wir also Pimmel? Wenn du deinen unbedingt behalten willst, tauschen wir die Zettel halt.“

Ich dachte kurz nach. Wieder hatte Xaver mir die richtige Entscheidung gezeigt. Ich nahm also stattdessen seinen Zettel und schrieb PIMMEL ABSCHNEIDEN; KEINEN STUMMEL ÜBRIGLASSEN. Lachend erwarteten wir den Narkosearzt.

Es wurde bei keinem von uns ein Stummel übriggelassen. Zwischen unseren Beinen ist nichts mehr außer je ein kleines Loch zum Pieseln. Wir haben uns an unser bescheidenes Leben in einem kleinen Zimmer bei Brei und Suppe und verschiedenen Putz- und Klomannjobs gewöhnt und sind sehr glücklich zusammen. Xaver spielt immer noch Gitarre, ich kann es leider nicht mehr lernen, da ich inzwischen nur noch sieben Finger habe.

Außerdem stehen wir sechs Tage in der Woche gemeinsam an unserem Obststand in der Stadt, und bislang waren an keinem Tag unsere Köpfe schlecht geschoren. Wir achten immer darauf, dass sie wie zwei besonders appetitliche, runde und dicke Melonen in der Sonne glitzern. Ich habe bis heute nicht mit Xaver über meine Idee gesprochen, dass wir vielleicht eines Tages einem netten Mann unser großes Hackmesser geben und unsere beiden Melonen vor ihm auf den Tisch legen, damit er sie ernten kann. Aber bald werde ich mir ein Herz fassen und ihn dazu überreden.


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