Sudan oder wie ich ein Mann wurde/ Sudan or how I became a man
By: Jamie

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[MINOR] [circumcision, nullification mentioned]

A boy goes with his father to Africa and wisches to join the rites there to become a man


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Sudan oder wie ich ein Mann wurde

Schon seit Jahren fuhr Vater einmal im Jahr in den Zentralsudan. Er ist Arzt und möchte den Leuten dort helfen. Dieses Jahr durfte ich ihn nach viel Gebettel meinerseits das erste Mal begleiten, bisher meinte er immer, ich sei zu klein für eine so lange Reise, dabei bin ich doch schon zehn. Aber ich hatte Angst, ihn allein zu lassen, nachdem Mama vor einem halben Jahr bei einem Autounfall gestorben war.

Der Flug war spannend, erst mit einer Boing bis Kairo. Dort blieben wir ein paar Tage und ich sog begierig diese neue und so spannende Welt in mich auf. Schließlich saßen wir in einer Propellermaschine. Ich konnte den Nil sehen, schließlich nur noch Steppe und ei paar kleine Flüßchen. Bevor wir landeten, stob eine Antilopenherde vor dem Lärm der Propeller davon. Alles war so aufregend. Ich half Vater, seine Ausrüstung auf einen Jeep zu verladen und wir fuhren Stunden, bis wir die Leute, denen Vater helfen wollte, endlich trafen. Er wurde freudigst begrüßt.

Wir luden unsere Sachen aus und am Abend gab es ein großes Fest zu unserer Begrüßung. Es war eine fremde Welt. Ich konnte meine Augen gar nicht groß genug aufreißen, um alles genau zu sehen. Die Menschen hatten eine etwas dunklere Haut als die in Kairo, aber für sie war ich die größere Attraktion, sie hatten wohl noch nie einen blonden Jungen gesehen. Immer wieder streichelten sie mir über das Haar und kniffen mich in meine Haut. Anfangs fand ich das nervend, aber dann merkte ich, daß sie mich mochten, besonders die Kinder. Obwohl ich ihre Sprache nicht verstand, kamen wir schnell in Kontakt.

Mit zwei Jungs, den Brüdern Matak und Tahir, war ich schnell befreundet. Sie rannten fast die ganze Zeit nackt durch die Gegend, ich bewunderte, daß sie barfuß so flink über Steine und Stoppeln sprangen. Ich trug anfangs noch T-Shirt, Shorts und Sandalen, worüber die beiden immer wieder lachten.

Wir schlichen uns an Gazellenherden und Giraffen, einmal haben wir sogar ein paar Elefanten aus der Ferne gesehen. Manchmal waren wir in einem Fluß baden und die Jungs konnten sich gar nicht mehr einkriegen vor Lachen, als sie mich nackt sahen, so weiße Haut hatten sie noch nie gesehen. Sie hielten ihre hellen Fußsohlen gegen meinen Po, ich war in den ersten Tagen noch heller dort. Ich wußte, daß sie es nicht böse meinten und lachte mit. Abends saßen wir lange am Feuer, bis uns die Erwachsenen in die Hütten scheuchten. Mein Vater behandelte derweil die Leute aus dem Dorf, zog Zähne, verabreichte Medikamente.

Abends lag ich mit meinem Vater in unserer Hütte und wir erzählten uns unsere Erlebnisse, es gab ja keinen Strom und somit kein Radio. Eines Abends sagte mein Vater, daß ich bald ohne meine Freunde spielen muß. Ich verstand nicht warum. "Sie werden nach den Bräuchen dieser Menschen zu Männern, und Männer dürfen nicht mit Kindern spielen." Ich fragte ihn ungläubig, wie man in ein paar Tagen erwachsen werden kann, "Nicht erwachsen, sie werden beschnitten und gelten von da ab als Mann."

Ich fragte, was das ist. Er erklärte es mir. Der Vater der Jungen, würde morgen einen Penishalter für die Jungen aus drei hohlen Stöcken und etwas Strick basteln, Die Stöcke bildeten ein Dreieck an dessen unterer Spitze eine Schlinge war, darin würde der Penis gesteckt, an den oberen Enden des Dreiecks wurden die Enden des Stricks fest um die Hüften gebunden.

Dann hielt der Vater des zu Beschneidenden seinen Sohn fest und der älteste Mann des Dorfes schob ihn einen Ring aus Kürbisschale über die Vorhaut, der Junge mußte erst das Messer schwenken, danach wurde die Haut abgeschnitten. Wenn der Junge schrie, würden die anwesenden Männer und Frauen nicht singen und tanzen, und das Fest wäre aus und der Junge für immer von den Dorfbewohnern verspottet werden.

"Darf ich dabeisein?" fragte ich neugierig. Mein Vater verneinte, nur Männer und Frauen dürfen der Zeremonie beiwohnen. Ich überlegte, ich wollte meine neu gewonnen Freunde nicht verlieren. Dann sagte ich entschlossen: "Ich will das auch!" Vater fuhr vor Schreck in seinem Bett auf. "Du spinnst! Das verursacht furchtbare Schmerzen und hier sind auch keine hygienischen Bedingungen für eine solche Operation. Die machen das mit einem normalen Messer, mit dem sie auch ihre Schafe und Ziegen schlachten. Einmal hatte ein Junge nach der Sache eine Blutvergiftung. Ich mußte ihm erst das Glied und später sogar die Hoden amputieren! Er lebt heute als Ausgeschlossener außerhalb des Dorfes"

Ich schluckte und beharrte trotzig auf meiner Entscheidung: "Du bist ja diesmal dabei, und da kann nichts passieren." "Schlaf noch mal drüber, morgen werde ich den Ältesten fragen, der macht das dann." Vater tat so, als ob er schlafen würde, aber ich hörte noch lange, wie er sich unruhig in seinem Bett wälzte.

Am nächsten Morgen fragte er mich, ob ich auf meiner Entscheidung beharre. Ich sah ihm in die Augen und sagte laut und deutlich ja. Er ging erst zum Dorfältesten, der die Beschneidung durchführen würde und dann an seine Arbeit.

Mit Matak und Tahir zog ich wieder in die Steppe. Als ich erklärte, daß ich an ihrem Fest teilnehmen würde guckten sie erst und schüttelten die Köpfe. Aus unserem Kauderwelsch aus Arabisch, Deutsch und Englisch, erklärte ich ihnen, was ich beschlossen hatte. Erst schauten sie mich ungläubig an, dann lachten sie, daß mich ihre weißen Zähne nur so anblitzten. Dann bedeuteten sie mir, daß wir üben müssen, damit wir nicht weinen, denn nur Mädchen und kleine Kinder weinen, Männer ertragen alles.

Ich sollte mich auch nackt ausziehen und Matak, der Ältere stellte sich hinter mich und griff mir unter die Achseln. Tahir ergriff ein Stöckchen und zeigte mir, daß ich es einmal über dem Kopf schenken sollte. Danach sollte ich auf einem Bein stehen und das andere am Knöchel in die Hand nehmen, so daß mein Fuß in Höhe meines Pos hervorlugte. Danach kniete er vor mir zog an meiner Vorhaut und tat so, als würde er mit dem Stöckchen schneiden. Es tat nicht weh, im Gegenteil, mein Glied wurde steif und es kribbelte so schön.

Die beiden lachten. Dieselbe Übung machten wir dann auch mit vertauschten Rollen.

Als ich Tahir hielt und sein älterer Bruder die Geste des Schneidens getan hatte - selbst der kleine bekam eine Erektion, nahm er seine Finger und strich damit über die hochgehaltenen Fuß seines Bruders. Danach forderte er uns auf, im Kreis zu tanzen und dabei zu lachen. Dann gingen wir im Fluß baden.

Ein paar Tage später war es dann soweit. Vater hatte mich noch mehrere male versucht zu überreden, es sein zu lassen, aber mein Entschluß stand fest. In aller Frühe hatten sich die Männer und Frauen auf dem Dorfplatz versammelt und tanzten und sangen: "„Kix tebki iun Dnghnil;ni leyk" Vater übersetzte: „Wenn du weinst, singe ich nicht für dich". Dann traten Matak und sein Vater in den Kreis. Der Junge war, wie wir alle drei völlig nackt und seine Haut glänzte von dem Öl, mit dem uns unsere Väter nach dem Bad im Fluß eingerieben hatten.

Wie wir es geübt hatten, hob Matak sein rechtes Bein und hielt es mit der Hand, sein Vater streckte die die Arme unter den Achseln des Jungen und verschränkte sie in dessen Nacken. Dann wurde ihm ein großes Messer gereicht und er schwenkte es mehrmals über seinem Kopf und rief etwas, das ich nicht in meiner Aufregung nicht verstand. Unterdessen hatte der Singsang wieder begonnen, alle Männer schwenkten ähnliche Messer.

Der Beschneider trat hervor, und schob ein Stück Kürbisschale mit einem Loch in der Mitte über Mataks Penis, zupfte etwas daran, und band ein Bändchen um die Vorhaut. Dann nahm er ein Skalpell - darauf hatte mein Vater bestanden, wie er mir später verriet - und mit einem Schnitt war alles getan. Die restliche Haut zog sich über dem Penis zurück, der Beschneider schob schnell ein gespaltenes Stöckchen über die Eichel.

Alle im Kreis schrieen nun anerkennend und in Mataks Augen war ein triumphierender Stolz zu sehen. Die Scheibe mitsamt der abgeschnittenen Haut viel nach unten, der Beschneider fing sie jedoch geschickt auf und schob das abgeschnittene Hautstück Matak über den großen Zeh des hochgehaltenen Fußes. Das sollte Dämonen vertreiben.

Er tanzte nun eine Runde im Kreis, wozu alle in die Hände klatschten und wurde dann in eine besondere Hütte geführt.

Jetzt war ich an der Reihe, etwas mulmig war mir schon. Vater hatte mir angeboten, mit Betäubungsmittel zu spritzen, aber ich wollte das nicht. Was meine Freunde schaffen, werde ich auch aushalten. Wieder begannen der Gesang und das Klatschen. Vater trat hinter mich und hielt mich unter den Armen. Seine Hände drückten in meinen Nacken, so daß ich nach unten blicken mußte. Ich bekam das Messer in die Hand und schwenkte es über meinen Kopf. "Ich werde ein Mann" rief ich dabei, etwas besseres fiel mir in meiner Aufregung nicht ein. Nun stellte ich mich in Position, das rechte Bein hinter dem Rücken in meiner linken Hand haltend.

Dann trat der Beschneider hervor, schob mir diese Scheibe mit dem Loch in der Mitte über den Penis und band danach Vorhaut mit dem Bändchen ab. Ich sah, wie ich eine Erektion bekam und wurde rot, jedoch niemanden schien das zu stören, alle klatschten und sangen schon wieder diesen Vers: „Wenn du weinst, singe ich nicht für dich." Dann kam der Schnitt, er tat in dem Moment gar nicht weh, Vater sagte später, das wäre das Adrenalin gewesen. Auch mir steckte der Beschneider den Hautring über den großen Zeh und die Astgabel über die nun hautlose Eichel und ich durfte unter dem Beifall und Klatschen die Ehrenrunde über den Dorfplatz drehen.

Dann trug Vater mich in die Hütte. Er gab mir und Matak eine Spritze mit den Worten: "Das wird besser sein als der Wundbesprecher, der gleich zu euch kommt." Ich dämmerte weg und hörte nur noch entfernt das Klatschen und den Gesang, jetzt war wohl Tahir an der Reihe. Da er bald auch neben uns lag, hatte er das Ganze wohl auch tapfer überstanden.



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