Nachtaktiv 2
By: Belean

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2

Löwensteins Freund, der nackt in einem Käfig saß, hob rasch und zornig den Blick als der Langhaarige hereinkam. Auch er trug einen Keil im Mund, der an den Enden durchlöchert und mit einem Band an seinem Hinterkopf fixiert war. Ihm liefen Speichelfäden aus dem Mund. Im Gegensatz zu Norman erkannte er den großen jungen Mann wieder. Das war doch der Kerl, der vor ein paar Tagen von den beiden Knappen durchgefickt wurde, stellte er überrascht fest.

Zu zehnt waren sie unterwegs gewesen. Er selbst, Falk von Grafenhain, Norman und seine Schwester Isabell, zwei sechzehnjährige Knappen und fünf Bedienstete. Sie befanden sich auf dem Weg zu einem Ritterturnier, wo es für gelangweilte, junge Adlige, wie sie waren, immer viel Zerstreuung gab.

Diesen Langhaarigen entdeckten sie abends ihm Wald, auf der Suche nach einem Nachtlager. Er steckte mit einem Bein in der Abdeckung einer Wolfsfalle und wagte nicht sich zu bewegen. Er befürchtete wohl, er würde durch das leicht brüchige Fallendach in die Tiefe stürzen, direkt in die angespitzten tödlichen Pfähle. Auf dem freien Bein kniete er und bat die Reiter um eine helfende Hand.

Nun, es war eine nette Abwechslung auf dem langweiligen Ritt, den man nur langsam begehen konnte, um die wertvollen Turnierpferde zu schonen.

Falk und Normans Schwester Isabell lächelten sich süffisant an. Beide fanden Gefallen an dem Hilfesuchenden, der mit einer Hand seine dunkle Mähne nach hinten streifte und ein bildhübsches Antlitz präsentierte. Norman wies die Knechte an ihm zu helfen und suchte sich einen Platz um in Ruhe seinen Darm zu entleeren. Somit fiel die Befehlsgewalt über die Bediensteten an Falk und er hieß die Knechte den offensichtlich sehr jungen Mann nicht sofort loszulassen.

Grafenhain erinnerte sich wie Isabell und er, beide scharf auf einen attraktiven Männerhintern, ihn umrundeten und begutachteten wie einen Leibeigenen. Sie unterhielten sich über ihn, bewerteten das Aussehen, die langen Beine, die schmalen Hüften, sein Kreuz und Isabell langte sogar nach seinem unrasierten Kinn. Sie lästerten, machten ihn lächerlich, obwohl sie eigentlich sehr entzückt waren. Der Fremde fixierte sie nur mit seinen ungewöhnlich intensiv blauen Augen und versuchte sich nicht von den stählernen Griffen an seinen Oberarmen los zu reißen.

Isabell, enttäuscht über seine mangelnden Reaktionen, ließ ihm dann die Kleider herunter zerren, was alle sehr erheiterte. Er präsentierte einen beachtlichen Schwanz und einen schmalen hängenden Sack, der gut bestückt schien. Nackt wurde er dann nach vorne gebückt, chancenlos gegenüber den beiden Knechten, die einen Bullen festhalten konnten, wenn es sein musste.

Falk schluckte, als er das prächtige Gehänge sah, aber vor Isabell wagte er keine Annäherungsversuche. Also forderte er die beiden Knappen auf, große Kerle für ihr Alter, ebenso von Adel und so sehr im Saft stehend, dass sie jedes angebotene Loch bestiegen. Hemmungslos noch, was man Knappen zugestand, während ein Ritter sich eine Vergewaltigung nur heimlich erlauben konnte.

Die beiden blonden Burschen waren sich bewusst, dass Isabell zusah, zudem Falk und die Bediensteten. Sie übertrumpften sich mit obszönen Ausdrücken und Brutalität. Sie schlugen ihn, weiteten sein Loch mit Fingern und Reitgerten und nagelten ihn bis er blutete. Als Norman zurückkam, lag der Fremde auf dem Waldboden, übersäht mit Tannennadeln und Dreck und aus seinem Hintern tropfte blutiges Sperma.

Norman verzog nur spöttisch grinsend die schmalen Lippen und packte ihn am Haarschopf. „Wie ich sehe hast du für unsere Hilfe schon bezahlt. Hast du dich auch genügend bedankt?“

„Nein“, johlten die Knappen, die sich wieder die Hosen über die Halbsteifen zogen. „Hat er nicht!“

„Also, wie sagt man?“, erkundigte sich Norman, aber der Liegende starrte nur geradeaus. Dafür erhielt er einen Schwall Urin in das Gesicht, denn Löwenstein hatte geschissen, nicht gepisst.

Falk, der nun in diesem engen Käfig hockte, der ihn sitzen, aber nicht stehen oder liegen ließ, hatte die Episode rasch nach ihrem Weiterritt vergessen. An ihrem Zielort angekommen, begann die Turniersaison überraschend mit einer Wolfsjagd und er war an Normans Seite geritten, sie verfolgten etwas pelziges, einen Wolf vermutlich und dabei erlitt er einen Sturz. Dunkelheit!

Hier wachte er wieder auf. Es schien eine Küche zu sein. Grobe rotbraune Steinmauern bildeten den riesigen Raum und er hatte schon allerlei Gerätschaften entdeckt. Eine Großküche, die in der Mitte von einem gewaltigen, schweren Tisch dominiert wurde. Ihre Platte war aus Stein und sie glänzte vor Sauberkeit.

Norman und er waren getrennt worden, nachdem sie einen Tag zusammen in diesem Käfig kauerten. Buchstäblich wutschnaubend. Sie hatten hinter ihren Maulkeilen Laute geformt, versucht ihre gefesselten Hände auf dem Rücken zu bewegen, aber es war als habe man sie hier mit Gewalt hinein gestopft und es gab keinen Bewegungsspielraum. Bis zwei schweigsame Knechte den wehrlosen Norman herauszerrten und durch eine Tür schleppten.

Falk bebte insgeheim, als er sah wie der Langhaarige aus dem Wald eine Holztasse voll Wasser aus einem Eimer schöpfte und durstig austrank. Er beachtete den Gefangenen gar nicht und verrichtete ein paar Tätigkeiten. Er warf Holz in den wuchtigen Ofen, füllte Wasser in den benachbarten Metallbehälter, damit es erhitzt wurde. Sorgte ein wenig für Ordnung und irgendwann öffnete sich die Türe wieder und ein stattlicher Mann kam herein. Falk richtete sich ein wenig auf. Er war wohl über sechzig, schätzte er, gut gekleidet, trug den grauen Zopf ordentlich gebunden und wirkte wie der Herr des Hauses. Er rieb sich den Bauch, murmelte etwas von zu viel gegessen und getrunken und wandte sich an den Dunkelhaarigen. Der nickte und kniete sich vor ihn. Falks Augen weiteten sich. Der Jüngere öffnete die Knöpfe der Hose des Älteren und holte einen beachtlichen Schwanz heraus. Der Gefangene hatte eine optimale Aussicht auf das Geschehen. Der Grauhaarige legte die Arme in den Nacken, verschränkte entspannt die Hände am Hinterkopf als der Kniende begann seinen Riemen zu lutschen.

„Sehr schön“, murmelte er und schloss zufrieden die Augen.

Der Langhaarige massierte mit einer Hand den Hodensack, der sich noch in der Hose befand, mit der anderen hielt er die Wurst des Alten und bewegte beim Blasen die Vorhaut. Es bedurfte einiger Zeit, was wohl auf das Alter des Bezopften zurückzuführen war, aber der junge Mann war erfolgreich. Falk erschrak zutiefst, als ein Schwall aus dem Schwanz herausspritzte, der blutrot erschien. Der Bläser musste doch den ekelhaften Abschuss vorausgesehen haben, aber er wandte nicht den Kopf. Die Ladung ging in seinen Mund, aber es war so viel, dass er den Schwanz fallen ließ, husten musste und an der rechten Wange getroffen wurde. Es sah aus als hätte man ihm einen Schwertstreich verpasst, so lief ihm das Blut den Hals herunter, bis auf die Brust.

Der Stehende packte bald seinen großen, schrumpfenden Speer wieder ein und gestattete dem anderen aufzustehen. Er nahm sanft sein Gesicht, küsste die blutigen Lippen und die Stirn. Falk versuchte auf sich aufmerksam zu machen, aber niemand nahm Notiz, als er im Käfig heftig herum rutschte.

Dann verließ der Herr die Küche und der Langhaarige begann sich am Abguss mit kaltem Wasser zu säubern. Er wusch sich sogar das Haar mit Seife und hatte sein blutiges beigefarbenes Leinenhemd ausgezogen.

Falk kannte diesen Rücken, makellos, ohne ein Gramm Fett, bronzen gebräunt. In einer anderen Situation hätte es ihn rattenscharf gemacht, besonders als er die Haare auswusch und sich tief beugte und die Strähnen nach vorne fielen. Der Nacken wirkte jungenhaft schmal und dennoch muskulös. Falk mochte diese Männer, die einen Hauch Weiblichkeit ausströmten und dennoch echte Kerle waren.

Im Laufe der Zeit traten noch vier weitere Männer ein. Verschiedenen Alters und alle auf ihre Weise attraktiv. Zwei von ihnen ließen sich ebenfalls per Hand abmelken, während die anderen beiden Analverkehr bevorzugten. Der Langhaarige gehorchte wortlos und viermal sah Falk keinen Samen hervor schießen, sondern, und davon war er jetzt überzeugt, eine Ladung Blut.

Der Letzte, kaum dreißig wie es schien, half dem devoten Jungen dann mit einem Waschlappen. Sanft entfernte er das Blut aus der Arschspalte und die Schlieren, die die Oberschenkel besudelten. Falk bekam unwillkürlich einen Steifen nach diesen geballten Demonstrationen von Lust. Die Handlungen zwischen den Männern wirkten aber weniger lustvoll eher wie eine Notwendigkeit und keiner gab mehr Geräusche von sich, als ein leises Wort oder ein verschärftes Atmen. Als tätigten sie ein leidenschaftsloses Ritual.

Dann erfassten ihre Blicke den Gefangenen und Falks Herz machte einen erschrockenen Satz. „Die Knechte haben mit Löwenstein zu tun, ich könnte deshalb deine Hilfe brauchen“, sagte der bisher Gehorsame.

Der andere, ebenfalls schwarzhaarig und rasiert, ordentlich mit Zopf frisiert, nickte. Er öffnete den Käfig indem er ein Vorhängeschloss öffnete. Falk sah, dass der Schlüssel in einer Schublade lag, die nebenan angebracht war. Sein Gefängnis stand auf einem Holzblock, er war also in Sichthöhe mit den Männern und wenn er nachher irgendwie an die Schublade herankam!

Der Riegel wurde aufgezogen und die ganze Front öffnete sich. Er bekam ein griffbereites Halsband angelegt. Ledern und mit einigen Metallringen versehen. Seine Beine waren längst eingeschlafen und seine Erregung hatte sich sichtbar gelegt. Mit einem kräftigen Ruck hoben die beiden Männer ihn aus dem Käfig und setzten ihn unsanft auf den Boden. Sie wussten, dass er etwas Zeit brauchte, bis er sich bewegen konnte. Falk aber hoffte auf eine Fluchtgelegenheit, während er die schmerzenden Beine vorsichtig bewegte. Aber da klinkte eine Leine in einem der Halsbandringe ein und der Bursche von der Wolfsfalle band das Ende fest. Falk schnaubte und der Langhaarige lächelte verächtlich. Grafenhain konnte nun nicht mehr sehen, was die Beiden in der Küche so geschäftiges trieben. Dann tauchte der Zopfträger mit einem elastischen Stock auf und deutete Falk an aufzustehen. Die Leine war schon gelöst. „Hopp, Junge, auf den Tisch.“ Man half etwas nach, da er mit auf den Rücken gefesselten Händen zu ungeschickt war. Von der Decke baumelte nun eine Kette und die Leine wurde damit ersetzt. Endlich löste einer die Handfesseln und Falk stöhnte dankbar auf. Ehe er sich zu früh freute, wurde das linke Handgelenk in eine Schelle gelegt, die aus der Tischplatte aufgeklappt war. So verfuhr man auch mit seinem zweiten Gelenk, so dass die Handteller flach auflagen. Er kniete auf der einen Hälfte des Tisches wie ein Hund, immer noch das Maul weit offen und Spucke tropfte auf die Steinplatte.

Der Tisch war breit und waren Grafenhains Hände in bequemem Abstand, so wurden jetzt seine Oberschenkel weit gespreizt, so weit, dass seine Leisten drohten zu bersten. Falk fühlte kalten Stahl an den Fußgelenken und ahnte, dass er so hilflos fixiert war. Seine Knie schmerzten jetzt schon und er protestierte ungehört durch seinen geöffneten Mund.

Damit er sich nicht niederlegen konnte, schob man ihm einen Schemel quer unter seine Rippen.

Warme und eiskalte Hände berührten ihn abwechselnd, das konnte er noch unterscheiden. Er vernahm auch hie und da einen gesprochenen Satz, denn er schien aus Sorge vor dem was kommen mochte, besser zu hören als ein Luchs. So erfuhr er, dass der Langhaarige Dégan hieß und der andere Lion. Manches Mal nannten sie sich auch gegenseitig Bruder, was man ihnen keinesfalls ansehen konnte. Solche Einzelheiten interessierten Falk jetzt aber nicht, denn sie rasierten ihm den Hodensack. Er war ein wenig beunruhigt, aber noch überwog die Angst nicht. Er war ein Ritter, hatte eine harte Ausbildung als Knappe hinter sich, wobei nicht selten seine Grenzen brutal ausgelotet wurden.

Warm war das Wasser, entspannend beinahe, duftend die Seife und der später aufgetragene Schaum tauchte den Sack wie in eine Schüssel Sahne. Es war eine zärtliche Rasur, vorsichtig und doch beherzt. Wer von den beiden rasierte, sah er nicht, aber es war kein Anfänger. Als es zu Ende war, wurde er wieder gewaschen und abgetrocknet. Falk war kurz davor abzuspritzen so sehr reizten ihn diese Berührungen und trotz seiner misslichen Lage, war er sich über die Attraktivität der beiden Brüder bewusst, die ihn bearbeiteten. Als nun sein Hodensack härter angefasst und gedehnt, ja lang gezogen wurde, entleerte er seinen Schwanz aufstöhnend. Der Schreck veranlasste diesen rotzigen Schwall auf den glatten Tisch. Falk registrierte erst Sekunden später, dass sich etwas Kaltes um seine Sackbasis wand und es nachgezogen wurde. Es war als steckte der Sack in Höhe seines Damms nun in einem Schraubstock. Er machte Abwehrbewegungen, soweit er es konnte, aber bekam nur einen Klaps auf eine Hinterbacke.

Die Qual nahm zu zwischen Falks muskulösen geweiteten Schenkeln und er glaubte ohnmächtig zu werden. Es erinnerte an den Schmerz, als ihm ein anderer Knappe im Nahkampf einst zwischen die Beine trat. Aber damals ließ es irgendwann nach, heute nicht. Er begann heftig zu schwitzen und dieses noch funktionierende Organ pochte alarmierend zwischen seinen Beinen. Die gequälten Nervenstränge strahlten in den ganzen Unterleib aus, sein Schwanz fing an wehzutun, er spürte es im Rückgrat und im Enddarm.

Dann entfernte Lion den vom Speichel triefenden Maulkeil aus dem Mund und Falk seufzte und begann laut zu stöhnen, was ihm etwas Erleichterung verschaffte. Er keuchte wie einer der auf dem Plumpsklo mit dem Stuhlgang zu kämpfen hatte, er presste und entließ festen Kot aus seinem After. Sein Schwanz wurde erneut steif und Falk erlebte tiefsten Frust und verzweifelte Lust.

Angst kroch das erste Mal wirklich an ihm empor und als er seinen tauben Mund wieder benutzen konnte, formte er Worte des Protestes. Wenn er nun seine Eier verlor! Das war unvorstellbar!

„Dégan!“, rief er auch und nannte den Langhaarigen bewusst beim Namen, „Dégan, wenn ich mich entschuldigen soll, dann tue ich es. Nimm das Ding von meinen Klöten, ich flehe dich an! Es tut mir leid, was passierte, aber ich war es doch nicht, sondern die Knappen. Verdammt Dégan, ich tue alles was du willst! Was willst du, verflucht!“

Da erschien er in seinem Blickfeld. Aber Lion kam ihm zuvor und packte in Falks braune Locken. Der Kopf wurde schmerzhaft nach hinten gezogen und seine unrasierte Kehle lag ungeschützt. Ein extrem spitz gefeilter Fingernagel wetzte darüber und eine Blutspur zeichnete seinen Weg. „Die Knappen holen wir uns auch noch. Vergeude deine Kraft nicht mit hohlen Entschuldigungen. Ihr habt meinen Bruder gefickt und dafür werdet ihr bestraft. Löwenstein ist längst nicht mehr als ein Bündel abgenagter Knochen.“

„Lass ihn!“, befahl Dégan leise, aber bestimmt.

Lion, der scharf geschnittene edle Gesichtszüge trug, die nun von Hass verzerrt waren, entspannte sich. „Du hast Recht.“ Er ließ den Haarschopf los. „Die Sonne geht gleich auf, ich muss schlafen.“

Sein Bruder nickte und sah ihm nach wie er verschwand. „Hast du Durst?“, fragte er dann den Gefangenen.

„Dégan!“, rief Falk. „Hilf mir doch.“

Aber er lächelte wieder sein sanftes Lächeln und holte eine Henkeltasse voll kühlem Wasser, den Grafenhain doch rasch und dankbar leerte, als er an die Lippen gehalten wurde. „Du bist doch ein Mensch, hast du denn kein Mitleid?“, sprach er sofort weiter und Tropfen fielen von seinen Lippen, die so durchsichtig waren wie sein Gesicht. Nur zwischen seinen Beinen hing ein roter Klumpen. Gestautes Blut. Bald würde der Hodensack ins bläuliche wechseln.

„Ein Mensch?“, sagte Dégan dann nachdenklich. „Das bin ich nicht.“

Falk grunzte empört. „Du kannst doch sprechen!“

„Macht das einen Menschen aus?“

„Dégan!“, schrie Falk, der keine Lust auf ein tiefsinniges Gespräch hatte. Seine Eier brannten vor Schmerz. Bis hinter seine Stirn drang ihr verzweifeltes Pochen. „Was hast du getan?“

„Ich habe deinen Eiersack abgeklemmt.“

„Warum zum Teufel?“

„Damit das Futter besser anschlägt. Bei der Mast.“

„Bist du wahnsinnig? Seid ihr Wahnsinnige?“

Dégan lächelte sein geheimnisvolles Lächeln. „Bullen und Hengste werden auch entmannt. Nicht die Schlachtschweine zu vergessen, die männlichen Ferkel, deren Fleisch sonst ungenießbar ist.“

Falk fluchte. „Ich bin weder das ein noch das andere!“

„Was erhebt dich über die Tiere, Mann? Dein Hang zur Grausamkeit, andere zur Vergewaltigung aufzustacheln?“

„Hör auf mit diesem Gequatsche, mach mich los. Man wird mich längst suchen. Mach dieses Ding ab!“

„Er ist noch nicht reif.“ Dégan ging hinter ihn und schnippte dagegen. Der Schmerz an seinem empfindlichen Sack ließ Grafenhain erneut abkoten und der Langhaarige säuberte ihn mit einem feuchten Tuch.

„Komm her, ich will mit dir reden!“, schrie Falk, als er wieder atmen konnte. Er musste seine Wut zügeln, den Mann zur Vernunft bringen. „Ich habe viel Geld, mein Junge. Ich gebe dir alles was ich habe!“

„Ich habe alles was ich brauche.“

„Ich kann dir Lustknaben besorgen…“,

Dégan trat wieder zu ihm nach vorne und kam nahe an sein nun erhitztes Gesicht. „Du bist ein kleines geiles Schwein, nicht wahr? Du magst kleine Jungs, Welpen. Du bist pervers!“

„Was du mit mir tust ist nicht weniger pervers.“

„Ich töte nur, wenn ich Nahrung brauche. Für mein Rudel, für andere, die Fleisch benötigen. Ich jage keine Tiere aus Spaß, so wie du letzte Nacht.“

„Es waren Wölfe und sie sind eine Bedrohung.“ Falk spürte wie es ihn von seinem misslichen Schicksal ablenkte, wenn er sprach.

„Wölfe sind scheu, sie töten nur einen Menschen, wenn sie krank sind. Wenn sie tollwütig sind. Sonst fürchten sie euch.“

„Was in drei Teufels Namen bist du?“

„Ich?“, sagte Dégan etwas verblüfft. „Ich bin noch ein Welpe.“

Falk lachte, als sei er irr geworden. „Was habt ihr mit meinem Freund Norman gemacht?“

„Sein Blut wurde getrunken und sein Fleisch gefressen. Es ist Vollmond, da ist mein Rudel besonders hungrig.“

Falk würgte das Wasser wieder hervor, das er kürzlich trank. Zumindest hob sich sein Magen und er erbrach gelbe, bittere Galle und Wasser. „Was seid ihr?“, kam es kläglich und er starrte auf die Pfütze unten auf der Tischplatte.

Hinter ihm schwang in diesem Moment die Türe auf und jemand trat herein. Er hörte die Schritte und spürte wie sich Gänsehaut aufstellte. Es waren die Knechte und einer stellte das Tablett mit Normans kahl geschorenem Kopf auf den Tisch, so dass Falk ihn sehen konnte. Er selbst belegte nur die Hälfte des massigen Möbelstückes.

Er schluchzte, als er die toten Augen des Freundes sah, die Lider waren nur halb gesenkt. Der Hals war glatt abgetrennt worden und ein wenig Blut und Flüssigkeit trat noch aus. Die Knechte waren noch nicht sehr alt, aber das harte Leben hatte sie gezeichnet. Ihre Haut war faltig und doch waren sie kaum über fünfunddreißig. Sie gaben bizarre Laute von sich und sahen Dégan erwartungsvoll an. Wie Hunde, die ihren Herrn betrachteten. Er nickte, schien ihr Gestammel zu verstehen und einer besorgte sich ein Messer, während der andere Normans Mundhöhle aufklappte. Die Totenstarre war noch nicht weit genug fortgeschritten und Falk, der hinsehen musste, ob er wollte oder nicht, beobachtete wie Löwensteins Zunge herausgezogen wurde. Mit aller Kraft. Der Knecht mit dem Messer beugte sich vor um besser sehen zu können und trennte das Muskelstück heraus. Dann zog er vorsichtig die Haut ab und schnitt das blutige Restchen in feine Scheiben.

„Sie mögen das. Haben sie doch selbst keine Zungen mehr.“

Die beiden Knechte grinsten und öffneten die Münder. Faule Zähne umrahmten ein dunkles Loch. Falk sah das Fehlen der Zungen, wobei er hinten im Rachen die Stümpfe entdeckte.

„Das haben sie ihrem früheren Herrn zu verdanken“, erklärte Dégan. „Knechte sollen arbeiten, nicht schwatzen.“

„Ich habe meinem Gesinde nie solche Grausamkeiten angetan“, verteidigte sich Falk.

„Knechte wurden schon die Unterlippe an den Kragen ihrer Hemden genäht. Sie wurden ausgepeitscht, gefickt, kastriert und komplett entmannt und das ist längst nicht alles. Diejenigen, die zu uns kommen, sind deshalb so loyal, weil sie gut behandelt werden.“

Grafenhain sah, wie die Knechte an Normans Zungenstückchen lutschten und sie dann ungeschickt zerkauten. Sie gaben zufrieden Geräusche von sich. Er versuchte den Kopf auszublenden, der da vor ihm lag. Norman war tot, er spürte nichts mehr, aber er, er lebte noch und darum würde er kämpfen. „Sie fressen die Zunge eines Ritters!“

„Na und“, meinte Dégan lapidar und sah noch einmal nach dem Hodensack, der sich zu seiner Zufriedenheit verfärbt hatte. Falk bemerkte ein taubes Gefühl, das sich anschlich. Der Schmerz war etwas geringer, als würden die Nerven ihren Alarm resignierend einstellen.

„Noch eine Stunde und ich kann ihn abschneiden“, hörte er hinter sich sagen und stellte mit Entsetzen fest, dass der Langhaarige die Küche verließ. Er blieb mit diesen beiden hässlichen, lallenden Knechten alleine, die sich nun über Normans Wangen hermachten und auch die Augäpfel herauslösten. Einer zeigte auf seine Brust, was wohl bedeuten mochte, dass dies ihr Lohn war. Das feine gut durchblutete Fleisch am Kopf und die Augen, die so schön knackten wenn man darauf biss. Saftig waren sie dazu.



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