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Die Jagd beginnt!
Gut 50 nackte Männer und Knaben waren zur Jagd freigegeben. Im dem riesigen, abgesteckten Waldgebiet würden sie Schutz finden. Erst einmal. Die Jägerinnen waren mit Kompass, Landkarten, Pfeil und Bogen, Jagdmessern sowie Verpflegungs-Rucksäcken und Walkie-Talkies ausgestattet- ganz in der Tradition der alljährlichen Amazonenfestspiele. Man hatte dem "Wild", wie die „männlichen Artgenossen“ von den Jägerinnen in der Regel genannt wurden, gute 3 Stunden Vorsprung gegeben, bevor das Jagdsignal ertönte. Um das Wild aufzuspüren, wurden Jagdhunde eingesetzt. Die Vierbeiner japsten bereits hochmotiviert und aufgeregt. Es wurden ausschließlich weibliche Tiere zu diesem Zwecke ausgebildet. Schon in den ersten Jahren stellte sich heraus, daß diese besonders effektiv im Aufspüren von männlichen Duftspuren waren. Im Gegensatz zu den Rüden waren die Weibchen ausdauernder und aggressiver bei der Treibjagd. Es war der männliche Schweißgeruch, der Geruch ihres Geschlechts, und dann ihre Angst, ihre Panik, je mehr sie sich ihnen näherten... Eddy stolperte durch das enge Dickicht der Wälder. Vor 6 Stunden wurden er und seine 49 Leidensbrüder (alles wahllos ausgesuchte Häftlinge) mit Ranger Jeeps in diese abgelegene Region geschafft. Man verband ihnen vorher die Augen, damit sie von der Fahrt durch die unwegsamen Routen nichts mitbekommen konnten. Unsanft wurden sie nach und nach von den Ladeflächen der Jeeps gestoßen. Die schwer bewaffneten Rangerinnen verteilten „das Wild“ während der Fahrt. Mit einem: „Jetzt lauf! Lauf so weit du kannst! Die Jägerinnen kriegen dich früher oder später! Sie werden dich finden!“ wurden sie in die Ungewißheit geschickt. Eine Plastikflasche voll Wasser war alles, was man jedem von ihnen mit auf den Weg gab. Am besten war es, man schlug sich alleine durch. Gruppen wurden von den Hundemeuten schneller aufgespürt. In dieser Hölle aber war sich e jeder selbst der Nächste. Erschöpft und orientierungslos schleppte sich der 23-Jährige Eddy durchs Gestrüpp. Sein nackter Leib war übersät mit Kratzspuren, die die tückischen Dornen in seine blasse Haut schnitten. Immer wieder blickte er ängstlich um sich. Immer wieder horchte er in die Ferne. „Waren sie ihm schon auf den Fersen?“ Er hatte schon oft von der „Wildjagd“ gehört, die alljährlich veranstaltet wurde. Alle wußten sie von diesem Ritual. Das Gefängnis war schon schlimm genug, doch jeder hatte furchtbare Angst ausgewählt zu werden. Nun traf es auch ihn. Hastig nahm Eddy einen Schluck aus seiner Trinkflasche. Es war nicht mehr ganz so heiß, aber viel Wasser blieb ihm nicht mehr. Plötzlich hörte er in der Ferne Hundegebell. Sein Puls raste. Verfolgten sie seine Fährte?? Er betete, daß die Hunde nicht näher kamen. Die Jagdtiere schienen noch weit weg zu sein. Die Angst ließ ihn neue Kräfte mobilisieren und er begann wieder zu rennen. Weg von den Hunden! Das Gestrüpp wich langsam offenerem Wald, so daß er jetzt besser voran kam. Von weit weg vernahm er jetzt auch helle, rufende Frauenstimmen. Die Jägerinnen! Sie folgten den Hunden. Das wilde Treiben schien sich auf der Anhöhe abzuspielen, die er vor kurzem mühsam überquert hatte. Eddy hielt kurz inne und blickte sich um. Er konnte niemanden Erkennen, der ihn verfolgte. Wo immer sie auch waren, sie waren noch außer Sichtweite. Dann plötzlich, ein gellender Schrei! Offenbar ein Schmerzensschrei. Sie hatten einen erwischt! Schock und Entsetzen, aber auch ein Gefühl der Erleichterung durchfuhren Eddy jetzt. Das ferne Stöhnen des verletzten Opfers vermischte sich mit jaulendem Hundegebell und den Kommandorufen der Jägerinnen. Eddy aber blieb keine Zeit für Mitleidsgedanken. Er mußte so schnell wie möglich von hier verschwinden und hastete mit weichen Knien davon. Nach 10 Minuten wurde Eddy wieder langsamer und schwächer. Die erfolgreichen Jägerinnen und ihre Hunde aber waren jetzt außer Hörweite. Der nackte Sträfling trank erneut aus seiner Flasche und musterte die Umgebung. Der Wald war hier nicht mehr so unzugänglich. Weniger Nadelbäume und Büsche, dafür große Laubbäume. Eddy hoffte, daß er sich zur Not auf einen dieser Bäume flüchten könnte. Tessa, Maya, Joana, Monique und Sylvia waren bereits mehr als den halben Tag erfolglos auf der Jagd. Ihre 3 Jagdhündinnen Cosma, Huntress und Misery hatten 2 mal eine Spur aufgenommen und verfolgt, aber kein einziges mal konnten sie ein Wild ausfindig machen. Erschöpft legten sie eine zweite, längere Rast ein und bedienten sich der mitgeschleppten Nahrungsmittel. Tessa, Maya und Joana waren erfahrene Jägerinnen. Für Tessa, eine großgewachsene Blonde, Mitte 30 war dies bereits die zwölfte Jagd. Sie war die Anführerin der Gruppe. Maya, 29 und Joana,28 gehörten zu ihrem festen Team. Monique hatte sich für viel Geld in die Jagd eingekauft. Sie war eine reiche Französin, Mitte 40 und hatte jahrelang um einen Platz in der Jagdgesellschaft gekämpft. Es kostete sie ebenfalls noch mal eine große Summe Bestechungsgeld, um auch ihre Tochter an der Jagd teilhaben lassen zu können. Sylvia, ein zierliches, aber zähes Mädchen von 15 Jahren nahm, genau wie ihre Mutter, an den Fitneßtests und Waffenlehrgängen teil. Dies war, neben den hohen Jagdgebühren, die zweite Voraussetzung um an der anstrengenden Wildjagd teilzunehmen. V.a. Sylvia zeigte großes Talent im Umgang mit Pfeil und Bogen. Die beiden Französinnen waren sichtlich enttäuscht, daß sie bisher noch kein „Wild“ aufspüren konnten. „Wieviele von ihnen sind denn noch übrig?“ fragte Monique. Maya beruhigte sie. „Laut letzer Meldung der Basis-Station wurden bisher 22 von ihnen erlegt. Keine Angst. Wir werden schon noch unser Erfolgserlebniss haben. Je später es wird, desto langsamer und unvorsichtiger werden sie. Es sind noch gut 2 Dutzend von ihnen in den Wäldern und unsere Hunde waren bisher jedes Jahr erfolgreich.“ Neben den japsenden Jagdhunden stand Tessa und unterhielt sich mit jemandem übers Walkie-Talkie. „Ich glaube, wir werden bald Glück haben“ sprach sie anschließend zur Gruppe. „Die Jägerinnen um Rachel haben vor einer halben Stunde nordöstlich von hier einen erwischt. Sie erzählte mir, daß ihre Hunde auch eine zweite Fährte hatten, diese aber nicht mehr weiterverfolgen konnten. Das Wild muss aber in unsere Richtung geflüchtet sein.“ Tessa breitete eine Landkarte aus und zeigte der Gruppe die Standorte. „Etwa hier entlang muss er geflüchtet sein. Es wird nur eine Frage der Zeit sein, bis die Hunde ihn aufspüren. Laßt uns schnell aufbrechen!“ Maya und Joana nickten zustimmend. Die 5 Jägerinnen schnürten ihre Stiefel, packten eilig ihre Sachen und testeten nochmals die Jagdausrüstung. „Wenn es ernst wird, müssen die Pfeile einwandfrei funktionieren“ mahnte die Gruppenführerin. Die 3 Hunde wurden wieder barsch auf die Fährte geschickt. In genau die richtige Richtung... Eddy arbeitete sich derweil Schritt für Schritt durch einen Buchenwald, von lästigen Mücken attackiert. Das Marschieren war hier nicht mehr so mühsam. Seine Trinkflasche konnte er an einem kleinen Bach wieder auffüllen. Ein kurzer Hoffnungsschimmer keimte in ihm auf. Die Hunde schienen ihm nicht zu folgen. Vielleicht bestand ja doch die Möglichkeit, daß er dem Jagdgebiet entrinnen könnte! Unter den Häftlingen ging ja dieses Gerücht um, daß es einige geschafft haben sollen und nie erwischt worden sind. Er wußte nur nicht wo und wie weit die Grenze des Jagdgebietes entfernt sein könnte. Ohne Kleidung und ohne ausreichend Nahrung würde es außerdem eine unangenehme Nacht werden. “Sie werden dich finden!“ gingen ihm die Stimmen der Rangerinnen durch den Kopf. Ziellos und immer nach Hundegebell lauschend, streifte Eddy weiter durch den Buchenwald. Cosma wurde plötzlich unruhiger. Ihre Schnauze schien etwas zu wittern. Energischer wurde jetzt ihr Druck auf die Hundeleine. „Sie hat eine Spur!“ freute sich Tessa. „Such Cosma, such!“ rief die Halterin ihr zu. Jetzt schienen auch Huntress und Misery die Fährte erspäht zu haben. „Lassen wir sie laufen!“ forderte Joana. „Nein, noch nicht!“ entschied die erfahrenere Tessa. Das Jagdteam erhöhte sein Tempo. So schnell sie konnten ließen sie sich von den aufgeregten Hunden leiten. Diese bellten jetzt hell und schienen wild entschlossen. Eddy durchfuhr es wie ein Blitz! Hundegebell! In seiner Marschrichtung! Wie weit waren sie weg? Er machte kehrt, schmiß seine Wasserflasche weg und rannte, rannte so schnell er konnte. Die Angst gab seinen Beinen erneut Kraft. Keuchend und voller Panik versuchte er zu entkommen... Tessa war sich nun sicher: Diesmal würden sie Glück haben. „Leint die Hunde los! Sie haben ihn gleich!“ Cosma, Huntress und Misery jagten nun ungehindert und in atemberaubendem Tempo dem Wild hinterher. Der Abstand wurde immer geringer. Immer deutlicher konnte Eddy jetzt die Hunde hören. Die Meute kam unaufhörlich näher und näher! Hinter seinem Rücken konnte er bereits ihre flinken Schritte wahrnehmen. Schließlich stürzte sich Eddy in Panik – ohne sich umzusehen- den nächstbesten Baum herauf! Nach kurzer Zeit versammelten sich die 3 Hunde um die große Buche. Sie sprangen wild auf ihre Hinterbeine und versuchten glücklos den Baumstamm zu erklimmen. Eddy war in gesicherter Höhe. „Haut ab!“ Rief er ihnen verängstigt entgegen. Knurrend fletschten ihn die Hunde mit ihren Reißzähnen an. „Weg!Weg!“ gestikulierte Eddy hilflos mit den Armen fuchtelnd. Verzweifelt kämpfte er sich weiter den Stamm empor.Ein Rinnsaal lief nun den Baum hinunter. Vor Angst hatte sich Eddy oben im Baum unbewusst erleichtert. Die Hündinnen waren jetzt rasend. Es dauerte eine kurze Weile, dann hatten die Jägerinnen zu ihren Tieren aufgeschlossen. Das wilde Treiben um den hohen Baum und die verstörten Rufe waren eindeutig. Jagderfolg! Tessa, Maya und Joana hatten Mühe die Meute zu beruhigen und festzuleinen. Monique und Sylvia blieben vorsichtig zurück und schnappten erschöpft nach Luft. Die anderen 3 blickten nun den Baum hinauf.. „Jetzt ist es zu Ende!“ raste es Eddy durch den Kopf. Durch das Baum-Gestrüpp konnte er eine Gruppe Jägerinnen erkennen. Eine große blonde Amazone, in kurzen Shorts und knappen Oberteil. Alles im Military Look. Um sie herum standen noch 2 ähnlich gekleidete, und ebenfalls kräftig gebaute Jägerinnen. Verängstigt kauerte sich das nackte Opfer an einen Ast. Tessa zog nun ein großes Jagdmesser aus ihrem Halfter.„Entweder du kommst da jetzt freiwillig runter oder wir holen dich!“ drohte sie ihm mit kalter Stimme. Eddy aber stammelte nur unverständliche und verängstigte Worte. Er rührte sich kein Stück. „Ich glaube der kommt nicht freiwillig. Guck mal da“ zeigte Joana auf ein paar tröpfelnde Blätter und grinste.„Na gut. Dann nicht.“ Tessa lächelte fast verlegen und wandte sich nach kurzer Überlegung an Monique und Sylvia.„Wie sieht’s aus? Habt ihr wieder Luft? Wer von euch würde gerne mal seine Pfeile austesten?“ fragte sie „Das Wild sitzt da oben im Baum und traut sich nicht runter. Wir müssen wohl ein wenig nachhelfen“ Monique und ihre Tochter legten ihre Rucksäcke ab und brachten ihre Jagdinstrumente in Position.„Ich laß meiner Tochter erstmal den Vorrang“ sprach eine noch sichtlich erschöpfte Monique. „Siehst du ? Da oben ist er. Versuch ihn zu treffen. Aber genau zielen- wie du es gelernt hast.“Tessa stellte sich hinter Sylvia unter den Baum und gab ihr Anweisungen. Das 15 Jährige Mädchen zog den ersten Pfeil auf und blinzelte in Richtung Eddy. Dieser versuchte sich derweil voll panischer Angst in die Höhe zu retten, um außer Reichweite zu gelangen. Sylvia stand direkt unter ihm. Mühelos hielt sie die Spannung im Bogen und visierte ihr Ziel an. Dann schoss sie. Der Pfeil fauchte steil durch die Luft...und verfehlte knapp sein Ziel. Zischend flog der Pfeil nahe an Eddy vorbei. „Oh Gott! Sie beschiessen mich!“ schwirrten seine Gedanken. Hektisch versuchte er weiter nach oben zu klettern, um weiteren Attacken zu entweichen. Umständlich schwang der nackte Häftling nun sein rechtes Bein und schlang es um einen höheren Ast. Dabei baumelten seine Geschlechtsteile schutzlos herunter.
„Das war knapp. Versuch es nochmal, Sylvia. Konzentrier dich“ ermutigte Tessa die junge Schützin. Monique beobachtete das Geschehen voller Spannung. „Du schaffst es, Cherie.“sprach sie mit gedämpfter Stimme zu ihrer Tochter. Sylvia zog einen neuen Pfeil auf. Ihr Herz pochte vor Aufregung, aber ihre schlanken Hände blieben ruhig. Ein weiteres mal visierte sie ihr Opfer an und schoss. Gnadenlos. Präzise. Der gut angespitzte Pfeil bohrte sich blitzschnell durch Eddys Hoden. „STRIKE!“ rief das junge Mädchen triumphierend. Eddy zuckte zusammen. Er blickte an sich herunter und gab einen markerschütternden Schrei von sich. Das blutige Pfeilende ragte zwischen seinen Beinen empor. Ein teuflischer Schmerz durchzuckte seinen ganzen Körper. Kreischend hielt er eine Hand an die klaffende, blutende Wunde. „Bravo, Sylvia! Du hast ihn voll erwischt!“ freute sich Tessa. Die Gruppe klatschte johlend Beifall. Dann sprach Tessa: „Er ist angeschlagen. Feuert weiter auf ihn!“ Eddy kämpfte mit den Schmerzen. Schreiend und unter Schock umklammerte er seine zerfetzten, vom Pfeil aufgespiessten Hoden. Die Jägerinnen aber kannten keine Gnade.Nun postierten sich Maya und Joana unter dem Baum. Sie feuerten 2 weitere Pfeile ab, die sich tief in Eddys rechten Oberschenkel und sein Hinterteil gruben. „Gleich ist er erledigt“ sprach Joana zufrieden. Stakkatoartig wurden jetzt die Pfeile von den erfahrenen Jägerinnen in seinen Körper geschossen. Das war das Ende. Mit einem letzten lauten Schrei fiel Eddy in die Tiefe und landete dumpf auf dem Waldboden. Die aufgebrachten Hunde lechzten nach dem erlegten Wild und mussten fester angeleint werden. Tessa gab schliesslich über Walkie-Talkie Meldung an die Basis-Station. Sie schleppten Eddys toten Leib zu einem vereinbarten Punkt und liessen ihn dort von den Rangerinnen abtransportieren. Es blieb noch Zeit für einen weiteren Jagdversuch...
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