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»Frau Falk? Guten Tag. Ich bin Doktor Kaiser.«
Die ältere Frau schüttelte meiner Mutter die Hand. Sie trug ihr dunkelblondes, schon leicht ergrautes Haar streng nach hinten und eine großzügige Brille sorgte dafür, dass man ihr Alter für Erfahrenheit hielt. »Erlauben Sie mir, dass ich Sie herumführe?« Ein knappes, freundliches Nicken meiner Mutter. Sofort begann die Leiterin des Internats begeistert von ihrer Einrichtung zu erzählen, schwafelte über die vielen Auszeichnungen, die sie schon erhalten hatten und den mächtigen Erfolg, den sie nachweisen konnten. Ich hörte kaum zu, behielt die Hände in den Hosentaschen und schwieg. Mich interessierte nicht, was sie zu sagen hatte. Mich interessierte nicht, wie ach so toll das Internat doch war. »Ich darf Ihnen versichern, Frau Falk, dass Sie eine sehr gute Entscheidung getroffen haben. Wir sind unübertroffen das beste Internat, wenn es um schwer erziehbare Jugendliche geht.« »Noch habe ich mich nicht entschieden«, sagte meine Mutter langsam. Die Leiterin nickte freundlich, als wüsste sie bereits, wie sie sich entscheiden würde. Sie begann wieder zu reden, deutete hie und da auf irgendetwas, was sie für erwähnenswert hielt. Einige der hiesigen Jugendlichen kamen uns entgegen. Sie lächelten und nickten uns freundlich zu. In der Hand hielten sie Schreibblöcke. Einfach nur viel zu nette Streber. Abartig. Interessanter war aber, dass jeder einzelne von ihnen lediglich ein langes, weißes T-Shirt anhatte und dazu einfache Latschen trug, die im Takt auf dem Boden klackten. Auch Doktor Kaiser bemerkte, wie meine Mutter ihnen neugierig hinterherschaute. »Die Kleidung gehört mit zu unserem Programm. Wie sie vielleicht gemerkt haben, ist die Temperatur hier drinnen allgemein etwas höher. Wir haben gemerkt, dass der Wechsel auf die leichtere Kleidung für eine wesentlich bessere Lernleistung und -freude sorgt.« »Ich verstehe. Wie...sieht es denn mit der Trennung von Mädchen und Jungen aus? Ich meine nur, dass Lian hier manchmal etwas...nun...« Sie wurde rot. »Ich verstehe völlig, Frau Falk. Wir kennen diese Probleme hier. Aber Sie müssen sich keine Sorgen machen. Zum einen gibt es hier keine Mädchen. Dies ist ein reines Jungeninternat. Lediglich unser ausgewähltes Fachpersonal besteht aus Frauen. Zum anderen ist es natürlich keine Seltenheit, dass Jungen in diesem Alter ihren eigenen Körper erkunden. Ich versichere Ihnen, dass wir völlig damit umzugehen wissen.« »Das beruhigt mich sehr.« Ich rollte bloß mit den Augen. Ich hoffte nur, dass meine Mutter noch zur Besinnung kommen würde. Sie konnte mich doch nicht ernsthaft in diesem Bau alleine lassen. »Lassen Sie uns doch einen Blick in den Unterricht werfen«, schlug Doktor Kaiser vor. »Dann haben Sie auch davon einen Eindruck.« Sie schritt eilig voran, ganz so, als als wäre sie eine Maklerin, die gerade ihr erstes Haus verkauft. Sie öffnete leise eine Tür und bat mich und meine Mutter hinein. Seufzend warf ich einen Blick hinein. Viel zu streberhaft saßen dort die ganzen Jugendlichen, aufgereiht und nebeneinander, um der Lehrerin lauschen zu können. Keine Gespräche waren zu hören, niemand lag mit dem Kopf auf dem Tisch. Und alle in dem einheitlichen, weißen Shirt. Wie langweilig. Frau Doktor verließ mit uns wieder den Raum. Sie übernahm wieder die Führung und brachte uns in einen großen Saal. In einem einzigen, riesigen Raum waren alle Betten aufgestellt. Neben jedem Bett ein Spind. »Wie Sie sehen können, achten wir auch sehr auf Hygiene. Alles ist hier sehr sauber. Und auch das Bad, Frau Falk. Wenn Sie einen Blick hineinwerfen möchten?« Sie öffnete uns den Weg in ein Badezimmer, welches wohl der Traum einer jeden Hausfrau sein mochte. Glatte, weiße Kacheln bedeckten den Raum und alles glänzte spiegelblank. Meine Mutter schien überzeugt, sie nickte lächelnd. Fast so, als wäre sie froh, mich endlich guten Gewissens los werden zu können. »Wo muss ich unterschreiben?«
Doktor Kaiser brachte uns wieder nach vorne zum Eingang, wo sie ein Schreibbrett mit dem Vertrag holte. Sie überreichte es meiner Mutter mitsamt Stift. »Ich muss Sie allerdings darauf hinweisen, dass wir damit auch die Berechtigung haben, im Notfall körperliche Züchtigung einzusetzen. Dies mag abschreckend wirken, wird aber nur im Falle des Falles genutzt. Ich kann Ihnen versichern, dass wir hier sehr gute Methoden entwickelt haben, um die Schüler zu motivieren.« Meine Mutter überlegte nicht lange. Sie kritzelte ihre Unterschrift darunter und reichte es dann an Frau Doktor zurück, ohne das Dokument auch nur gelesen zu haben. Frau Doktor schien zufrieden, schüttelte meiner Mutter noch einmal die Hand. Meine Mutter lächelte mich bloß an, umarmte mich kurz und machte sich dann regelrecht aus dem Staub. Ich steckte wieder die Hände instinktiv in die Hosentaschen. »Darf ich dich bitten mitzukommen?«, fragte mich nun Doktor Kaiser. Ich blickte sie nur dumpf an und blieb stehen. Glaubte sie wirklich ernsthaft, dass ich diesen Zirkus mitmachen würde? Und sie lächelte mich auch noch an. »Nicht einmal, wenn ich dich freundlich darum bitte? Nein? Gut.« Sie winkte eine Mitarbeiterin zu sich, die gerade über den Flur ging. »Frau Doktor?« »Ich benötige ihre Hilfe bei unserem neuen Schüler. Er ist noch etwas uneinsichtig.« »Ich verstehe.« Sie stellte sich vor mich, betrachtete mich kurz. Auch sie bekam nur einen barschen Blick von mir. Sie griff mit der Hand an die Rückseite ihres Kittels und zog blitzschnell einen kleinen Schlagstock hervor. Bevor ich abwehren konnte, hatte sie die harte Rute schon mitten in die Juwelen zwischen meinen Beinen gerammt. Wie selbstverständlich knallte ich auf den Boden, drehte mich mit einem lauten Stöhnen auf die Seite und hielt meine Familienplanung mit den Händen. Der Schmerz war so schrecklich wie nichts zuvor. Sie hatte meine Hoden so derart getroffen, dass mir Übel wurde. Während ich noch jaulend mit dem Schmerz kämpfte, zerrten mich die beiden Frauen in einen anderen Raum. Meine Hoden pochten regelrecht. Ich bekam kaum mit, wie mich die beiden nach und nach entkleideten. Als ich wieder mehr oder minder aufstehen konnte, stand ich schon völlig nackt vor den beiden. Als mir das bewusst wurde, bekam ich – trotz der heftigen Schmerzen – einen Steifen. Die Angestellte rümpfte die Nase. »Wir werden uns später darum kümmern«, sagte Frau Kaiser. »Bringen Sie mir Kleidung in Standardgröße...zwei.« Sie holte aus einem Schrank zielgerichtet ein langes, weißes T-Shirt und passende Schlappen. Doktor Kaiser half mir beim Anziehen, während ich pingelig meine Hoden schützte. Das Hemd ging mir bis zu den Knien. Damit sollte ich ernsthaft rumlaufen? Ohne etwas darunter? Ich versuchte durchzuatmen, damit man meine Erregung nicht sah. Bisher bildete das Shirt wegen meinem Penis noch ein deutlich sichtbares Zelt. »Hier. Das brauchst du.« Mir wurde ein größerer Schreibblock und einige Stifte gereicht. Ich murmelte leise etwas davon, dass sie sich die Stifte sonst wohin schieben konnten, aber offensichtlich hatte Frau Doktor trotz ihres Alters noch gute Ohren. Sie gab ihrer Mitarbeiterin ein Zeichen, woraufhin diese wieder ihren Schlagstock zückte. Mit einem nur dumpfen Geräusch landete der Stock direkt auf meinem linken Hoden. Meine Beine zitterten und nur mit Mühe blieb ich auf den Beinen. Ich schrie auf, begann dann lautstark zu stöhnen. Ich hoffte inständig, dass meine Hoden das überlebt hatten. Ich wurde von Frau Doktor mitgezogen und stöhnte jedes mal auf, als meine freiliegenden Hoden gegen meine Beine schlugen. Sie fühlten sich fast so an, als lägen sie im sterben. Ein grausamer Schmerz. »Hier hinein.« Sie öffnete eine Tür und brachte mich so direkt in einen voll besetzten Klassenraum. Ich schluckte leise, als mich alle anstarrten. Ich gab mir Mühe, mich nicht wegen der Schmerzen nach vorne zu krümmen. »Stell' dich doch einmal vor«, sagte Frau Doktor. Ich gab wieder nur ein Murmeln von mir, dieses Mal aber in der Hoffnung, dass es als Schüchternheit abgestempelt und akzeptiert werden würde. Aber das funktionierte nicht. Sie nickte nun der Lehrerin zu, die daraufhin einen identischen Schlagstock wie die andere Mitarbeiterin hervorholte. Ich zuckte zusammen und wandte mich schnell der Klasse zu. »Ich...ich bin Lian«, sagte ich schnell. »Und ich bin...neu...hier.« Was für eine dämliche Begrüßung. Ich hasste so etwas. Aber immerhin lachte niemand. Stattdessen lächelte man mich freundlich an. Und ich bekam keine Rute gegen meine besten Teile geschlagen. »Sehr schön, Lian«, sagte die Lehrerin. »Setz' dich einfach hin – da oben ist noch was frei – und mach mit.« Ich nickte langsam und ging schweigend am Rand entlang, bis zu einer Bank, wo jemand Platz für mich machte. Schnell setze ich mich hin und blickte schweigend auf den Tisch vor mir. Sofort begann die Lehrerin wieder zu reden. Offensichtlich irgendetwas mathematisches. Ich atmete enerviert aus, als sich auch noch welche zu melden begannen. Ich würde nicht lange hier bleiben. Soviel war klar. Ich schlug den Schreibblock auf und begann gelangweilt zu kritzeln. Wie lange es wohl dieses Mal dauern würde, bis man mich rauswerfen würde? Ich zuckte zusammen, als jemand gegen meinen Fuß trat. Mein Nebenmann rückte ein Stück zu mir. »Hör' auf zu kritzeln«, murmelte er schnell. »Das wird später kontrolliert. Schreib lieber etwas auf. Egal was!« »Gibt es da ein Problem?«, rief die Lehrerin erbost von vorne. Mein Nebenmann schüttelte schnell den Kopf, als hätte er die Frage erwartet. »Nein. Ich habe nur unserem neuen Klassenkameraden etwas erklärt. Ich wollte nicht stören – es tut mir Leid.« Die Lehrerin nickte nur knapp. »Schon gut. Aber das nächste Mal kann er sich ruhig melden.« Damit machte sie weiter. Ich schaute nur kurz meinen Nachbarn an. Was für ein Streber. Ich seufzte, begann dann aber irgendetwas niederzuschreiben. Es ergab nicht einmal Sinn. Aber mit ein paar ausgedachten Formeln sah es halbwegs nach Mathematik aus.
Der Unterricht ging noch etwa eine gute Stunde, bis ein dezentes Klingeln das Ende andeutete. Die Lehrerin beendete noch ihren Satz, ehe sie ihren Schülern zunickte. Alle standen auf und verließen in einer ordentlichen Schlange den Raum. Warum bitte waren sie alle so brav? War es wirklich wegen den paar Züchtigungen? Ich blinzelte verwundert, als mir mein Schreibblock aus der Hand gerissen wurde. Die Lehrerin schaute auf meine Notizen und blickte mich dann streng an. Mir wurde mulmig, da sie ja ebenfalls einen Schlagstock hatte. Dann aber reichte sie mir meinen Block zurück. »Sehr schön«, sagte sie. Erleichtert ging ich meines Weges. »Sind das Zeichnungen?«, tönte dann die Lehrerin hinter mir. Ich zuckte zusammen und drehte mich um. Sie sprach mit jemand anderem. Einem anderen Jungen, der nun ängstlich dreinblickte. Als sie den Schlagstock rausholte ging ich schnell. Um ein Haar wäre es mir genauso ergangen. Beim Rausgehen hörte ich ein paar Schläge in schneller Folge und dazu gehörende schrille Schreie, die keinen Zweifel ließen, welche Körperpartie hier behandelt wurde. Wir durften nun unsere Schreibsachen wegbringen, doch ein kleines Problem war da noch. Im Saal angekommen liegen alle Schüler zu ihren Spinden. Aber wo war meiner? Und hatte ich überhaupt einen? Ich fluchte leise. »Lian? Schau mal dort drüben.« Ich drehte mich um. Schon wieder der gleiche, der mich schon zuvor genervt hatte. Ohne etwas zu erwidern ging ich in die Richtung, in die er gezeigt hatte. Nach wenigen Sekunden fand ich dann einen Spind, auf dem mein Name stand. Direkt daneben ein frisch bezogenes und gemachtes Bett – ebenfalls mit einem großen Namensschild darauf. Ich öffnete den Spind, drückte meine Sachen hinein und schloss ihn schnell wieder. Ein Schloss gab es nicht. Da ich nun nicht weiterwusste, ließ ich mich – wie auch einige anderen – auf meinem Bett nieder. Erst jetzt fiel mir auf, dass in der Luft ein seltsamer Geruch herrschte. Aber ich konnte ihn nicht genauer identifizieren. Ich rümpfte die Nase und schaute mich um. Neben mir machte ein anderer Schüler sein Bett. Er hatte offensichtlich Mühe, die Bettdecke völlig gerade hinzulegen. Ob auch Strafe darauf stand, sein Bett nicht richtig zu machen? Ich sah abwesend zu, wie er nun noch unter seinem Bett etwas suchte. Ich bekam so einen Blick unter sein Shirt. Gerade wollte ich den Kopf abwenden, als mir auffiel, dass er seltsame Unterwäsche darunter trug. Bevor ich das aber genauer herausfinden konnte, tauchte mein Tischnachbar von vorhin wieder auf und lächelte mich an. »Hallo«, sagte er freundlich. »Vielleicht darf ich mich vorstellen?« Ich rollte nur mit den Augen und ignorierte die dargebotene Hand großzügig. Wieso suchte er sich nicht lieber jemand anderen als Freund? Oder verschwand einfach nur aus meinem Sichtfeld? Ich war richtig froh, als eine der Angestellten verkündete, dass es nun Zeit für das Abendessen war. Ich sprang auf und ging schnell an dem nervigen Jungen vorbei. Ausnahmsweise reihte ich mich einmal brav in die Schlange ein und nahm nach Vorbild der anderen ein Tablett mit Besteck in die Hand. Hoffentlich schmeckte wenigstens das Essen. Wenn ich hier schon für ein paar Tage festsaß... »Wenn du einen Tipp willst...« Ich stöhnte auf. Ich brauchte mich nicht einmal umzudrehen, um zu wissen, wer nun hinter mir stand. »Wenn du einen Tipp willst, dann nimm am Besten nicht den roten Saft. Der ist nämlich-« Ich atmete scharf aus, drehte mich zu ihm um. »Halt einfach den Mund«, schärfte ich ihm ein. »Du nervst! Lass mich einfach in Ruhe. Verschwinde!« Endlich hielt er den Mund. Ich blickte wieder nach vorne und ging voran. Hoffentlich war nun endlich Ruhe. Ich nahm das Essen entgegen – was im Übrigen nicht all zu schlecht aussah – und begab mich zu dem Bereich mit den Getränken. Demonstrativ nahm ich von der Auswahl natürlich genau den roten Saft. Egal was es war – es ging mir nun um das Prinzip. Ich stellte fest, dass das Essen wirklich nicht übel war. Es schmeckte sogar recht gut. Und auch der Saft war völlig in Ordnung – ganz im Gegensatz zu dem, was man mir hatte weismachen wollen. Begeistert war ich zwar von der Situation nicht, aber mir würde schon irgendetwas einfallen, dass man mich einfach wieder aus dem Internat herauswerfen würde. So schwer würde das nicht werden. Ich lehnte mich zufrieden zurück. Noch während ich darüber nachdachte, was ich mir denn so hier erlauben konnte, begann es. Urplötzlich bekam ich Bauchschmerzen. Zuerst fühlte es sich an, als hätte ich einfach zu schnell gegessen, aber es wurde unangenehmer. Ich begann leise zu stöhnen. »Alles in Ordnung?«, fragte jemand neben mir. Ich stöhnte nochmals, diesmal lauter. Ein paar der Jugendlichen liefen heran. Sie halfen mir aus dem Stuhl, legten mich auf den Boden, aber es wurde nicht besser. Ich begann regelrecht vor Schmerz zu wimmern. Ich versuchte mich aufzusetzen, erschrak aber, als ich meinen Bauch sah. Er wurde rundlich, ging auf wie ein überfütterter Hefekuchen. Dagegen waren die Schläge auf meine Hoden ja bald nichts mehr. Der Schmerz wurde noch schlimmer. Es fühlte sich als, als pumpte man literweise Luft in meinen Bauch. Ich spürte, wie ich blähen musste, aber ich konnte nicht. Tränen stiegen in meine Augen. Es wurden einige Lehrerinnen herangeholt, die schnell entschieden. Mehrere Jugendliche trugen mich schnell aus dem Saal. Bevor wir zur Tür kamen, konnte ich noch einen Blick auf den nervtötenden Jungen werfen. Der schüttelte bloß den Kopf. Lag das etwa an dem Saft? Die Krämpfe brachten mich erneut zu einem lauten Jaulen. Dann, Sekunden später, wurde ich auf eine Liege gebracht. Die anderen verließen den Raum, während eine andere Frau, die sich selbst als die Krankenschwester vorstellte, eintrat. Sie zog sich schnell grüne Gummihandschuhe an und platzierte sich neben mir. Sie schob mein Shirt nach oben und betastete fachmännisch meinen Bauch. Ich hatte das Gefühl, als würde ich bald platzen. Fast so, als würde man mich von innen heraus zerreißen. Ich biss die Zähne zusammen. »Ich verstehe«, sagte sie. »Das ist eine seltene Infektionskrankheit, die hier gelegentlich auftritt. Aber keine Sorge. Ich werde dir sofort Linderung verschaffen.« Ich sah verzweifelt zu, wie sie völlig entspannt eine Schublade öffnete und einen eingeschweißten Plastikschlauch herausholte. Sie riss die Packung auf, zog den Schlauch heraus und beschmierte ihn mit Vaseline. »Das hier ist ein Darmrohr«, erklärte sie mir. »Das wird helfen. Versuch dich etwas auf die Seite zu drehen und dich zu entspannen. Das ist einen Moment lang unangenehm.« Ein Moment lang war gut. Als ich es geschafft hatte, mich unter Schmerzen auf die Seite zu drehen, schob sie mir das Rohr langsam in den Hintern. Trotz der Vaseline war es ein unangenehmes Gefühl und mein Körper signalisierte mir noch deutlicher als zuvor, wie dringend ich auf die Toilette musste. Ich jauchzte sogar leise, als sie das Rohr drehte, um es so einfacher einführen zu können. Überdeutlich merkte ich, wie es meinen Hintern durchquerte. Richtig unangenehm wurde es aber erst an meinem Schließmuskel. Mein Körper hatte sich verkrampft und die Krankenschwester kam mit dem Rohr nur schwerlich durch. Sie riet mir mehrmals, mich zu entspannen und durchzuatmen, während sie das Darmrohr immer wieder drehte und nach vorne drückte. Schließlich, mit einem Mal, gelang endlich der Durchstoß. Ich hörte sogar, wie die Gase durch das Rohr entwichen und mir Erleichterung verschafft wurde. Ich atmete aufgeregt durch, während sich mein Bauch endlich wieder senkte. Instinktiv drehte ich mich wieder auf den Rücken und zog die Beine etwas an mich heran. Endlich. Ich dachte wirklich, ich müsste vor Schmerz sterben. »So«, meinte die Krankenschwester. »Ich werde das Darmrohr erst einmal drin lassen. Nur für den Fall, dass noch etwas passiert. Mach dir keine Sorgen.« Mühevoll schwang ich mich von der Liege und kam auf wackeligen Beinen zu stehen. Ich tastete unter mein Shirt und fühlte, dass das Rohr noch einige Zentimeter aus meinem Po herausragte. »Es kann auch nichts passieren. Das Rohr ist nicht dick genug, als dass etwas anderes da durchkommt. Aber die Gase können entweichen.«
Ich wurde von ihr entlassen und durfte zurück in den Wohn- und Schlafbereich gehen. Seufzend begab ich mich zurück zu meinem Bett. Ich blieb wie angewurzelt stehen, als wieder einmal der übliche Verdächtige auf meinem Bett saß. Er lächelte mich vorsichtig an, wofür er nur einen funkelnden Blick kassierte. »Es tut mir Leid, Lian. Ich wollte es dir erklären. Das machen die hier immer so...ganz einfacher Trick. Zur Erniedrigung und Demütigung. Du verstehst?« Er grinste mich an, sprang von meinem Bett auf und reichte mir die Hand. »Ich bin Elias.« Ich zögerte etwas, seufzte dann. Ich nahm die Hand an. »Mich kennst du ja schon. Lian.« »Willkommen im Internat.« [Sagt mir bitte Bescheid, wenn ihr noch mehr davon lesen wollt: Mirror1988@web.de]
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